Donnerstag, 25. Juni 2015

Chemise à la Reine: Inspiration (Part 1)

Da ich jetzt alle Klausuren hinter mir habe und somit mehr Zeit für mich habe, habe ich beschlossen, jetzt ein etwas größeres Projekt anzufangen. Und da ich noch nie etwas Historisches genäht habe, möchte ich das jetzt ausprobieren. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob sich das Ergebnis zeigen lassen wird, aber Übung macht den Meister, wie man so schön sagt.
Entschieden habe ich mich nach längerem Überlegen für eine Chemise à la Reine.
As there are no more exams to pass in the next months and as I have more time for myself I decided to begin a bigger project. I have never sewn a historical costume before, so I'd really like to try this out now. Honestly, I have no idea if it will turn out well but we'll see ;)
In the end I decided to create a so called ''Chemise à la Reine''.

Für alle, die nicht so viel darüber wissen, eine Chemise wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Marie Antoinette eingeführt, die mit diesem Kleidungsstück Unabhängigkeit und Individualität zum Ausdruck bringen, und sich somit ein gewisses Maß an Autorität verschaffen wollte. 

Diese bisher als Unterkleid getragene Chemise ist im Gegensatz zu den bisherigen, mit Rüschen und sonstigen Ornamenten überladenen Kleidern sehr leicht und luftig, was man zunächst als anstößig und nachlässig ansah - aber nicht nur das; meistens wurden für diese Kleider Musselinstoffe genutzt, die teuer aus England importiert werden mussten und somit eine Bedrohung für die französische Seidenindustrie darstellte. 
Somit kann man sich gut vorstellen, dass Marie Antoinette, die sich ohnehin durch ihre verschwenderischen Ausgaben und ihr exzentrisches Auftreten am Hofe der gesitteten und engstirnigen französischen Gesellschaft bemerkbar machte, sichtlich Probleme bekam. Ihr Verhalten war sozusagen eine Beleidigung für das in der Zeit so mächtige und prächtige Frankreich.

Auf diesem Blog bekommt ihr noch zusätzliche Informationen über die Chemise à la Reine und Marie Antoinettes Leben als selbstbewusste und entschlossene Frau.


The Chemise was introduced by Marie Antoinette in the late 18th century, who, by creating her own style, wanted to express her individuality and a certain amount of authority.
In contrast to the heavily ornated dresses the chemise, which was until then used as an underskirt, is very light and fluffy.
Eventhough this was a great success among the women, who were trying in every possible way to imitate Marie Antoinette's clothing style, this dress was not only considered as neglectful and disregardful, but also a threat to the French silk industry, as these expensive muslin fabrics had to be imported from England (-> India).
So due to her wasteful and luxurious life and her eccentric appearance, she was indeed considered a problem and insult towards the mannered and narrow-minded higher society, but still one should remember she was a very self-confident and determined woman of her time with an interesting personality.

More information about her and the Chemise à la Reine can be found on this blog.


Here are some examples for a Chemise à la Reine:
Marie Antoinette (ca. 1783), by Elisabeth Vigée-Lebrun (source)

A lot of women began to imitate her unique style, for example Georgiana Cavendish, the Duchess of Devonshire:
Portrait of Georgina, Duchess of Devonshire (ca. 1785-87), by Thomas Gainsborough (source)


Portrait of Monsieur Lavoisier and His Wife (1788), by Jacques-Louis David (source)

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